Dojo Date – Karate aus Löbau

Gasshuku in Belgien 2015

07 Juli 2015 - Allgemein Lehrgang

Am Freitag dem 03.07.2015 machte sich ein Mitglied der DATE-Familie auf den Weg nach Belgien zum 20-jährigen Jubiläum des Gasshuku in Belgien. Zuerst führte ihn sein Weg nach Dresden, wo er sich mit zwei weiteren Karatekas des Ouchi-Clans traf um von dort aus den weiten Weg nach Belgien zu Unternehmen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit dem Auto schafften sie es nach einer sieben stündigen Fahrt, ohne weiteren Unterbrechungen, Bütgenbach zu erreichen.
Kaum angekommen konnten auch schon die Bungalows bezogen werden und man konnte sich noch mit den anderen acht Teilnehmern aus Deutschland treffen, darunter Eugen-Sensei und Toni-Sensei. Mit ca. 430 Teilnehmer aus 17 Nationen wurde die Halle doch recht gut gefüllt. Nach der Begrüßung begann Fumitoshi-Sensei mit einer leichten, an das Wetter angepassten Erwärmung. Danach übernahm Murakami-Sensei das Training. Er setzt vor allem Schwerpunkt auf den richtigen Hüfteinsatz und das man den Überblick bei Drehungen behält. Dabei konnte einem recht leicht schwindelig werden. Nach einer kurzen Pause wurde dann das Training aufgeteilt in drei Gruppen, die Farbgurte, Braun- und Schwarzgurte bis 2. Dan und 3. Dan und höher. So konnte man besser auf die einzelnen Gruppen eingehen. Fumitoshi-Sensei übernahm die mittlere Gruppe und übte mit ihnen das Jiu-Ippon-Kumite, aber mit anderer Anwendung als in Deutschland. Abgeschlossen wurde dann das Training mit dem Üben der Bassai-Dai. Nach Beendigung des Trainings konnten wir es kaum erwarten in dem anliegenden See zu springen und den Schweiß vom Körper zu waschen. Danach ging es nochmal schnell unter die Dusche und danach konnte man den Tag beim BBQ und einem kühlen Getränk ausklingen lassen.
Nach einer erholsamen Nacht ging es dann zum Frühstück. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann bereits 9:30 weiter mit der nächsten Trainingseinheit. Dieses Mal wurde das Training bereits nach der Erwärmung wie bereits am Vortag aufgeteilt und die mittlere Gruppe übernahm heute der Belgische Instructor Stephane Castrique. Er fing mit recht einfachen Kombinationen an die er dann zu Partnerübungen erweiterte. Danach folgte das Üben der Kata Tekki-Shodan. Dann war bereits Zeit für eine kleine Trinkpause. Nach der Pause führten wir das Training der Tekki-Shodan unter der Leitung von Murakami-Sensei fort. Dieser zeigte uns jedoch eine andere Variante der besagten Kata, wieder, wie am Vortag, mit vielen Drehungen. Auch brachte er uns einige Bunkai-Anwendungen der Tekki nahe. Zum Abschluss wurde noch einmal alles von uns gefordert. Danach konnten wir uns dann nochmal schnell in den See zur Erfrischung fallen lassen und dann gab es bereits Mittagessen.
Nach etwas Freizeit begann bereits der Wettkampf zwischen den Nationen um das begehrte Edelmetall. Das Niveau war sehr hoch gehalten und gab viele spannende Kämpfe und erstklassig vorgeführte Katas. Durch die durchdachte und sehr gut durchgeführte Organisation lief alles reibungslos und schnell ab. Deutschland schaffte es sich in der Kategorie Damen über 18 Kumite den dritten Platz und in der Kategorie Team-Kumite Männer den vierten Platz zu sichern. Hier noch mal an alle Gewinner ein herzliches Glückwunsch. Nach dem man sich dann aus dem verschwitzten Gi gequält hat konnte man sich bereits auch wieder im See erfrischen und fertig machen für die Lehrgangsparty mit DJ. Ein herrlicher Abend bei dem nochmal auf alle angestoßen wurde.
Am Sonntag konnte man dann doch dem einen oder anderen beim Abschlusstraining ansehen, dass diese mit einigen Nachwirkung der Feier zu tun haben. Jedoch wurde das letzte Training trotzdem noch mitgenommen und das war nicht weniger gut als die anderen beiden. Auch hier wurde das Training gleich wieder zu Beginn aufgeteilt. Während Murakami-Sensei bei den höhergradigen Dan-Gurten diesesmal mehr in die Theorie mit einging, wurde auch uns wieder Wissenswertes beigebracht. Hierbei ging es vorzugsweise um einen schnellen Tritt. Dieses Wissen konnten wir auch gleich in Form einer Partnerübung umsetzen. Nach dem das Training beendet wurde sprang man so schnell wie möglich unter die Dusche und verabschiedete sich anschließend noch von einigen Karatekas und trat dann die Heimreise an. So ging ein weiterer wundervoller Lehrgang zu Ende.

Oss, Eric